Predatory Publishing
BeiPredatory Publishing(„räuberisches Publizieren“) handelt es sich um ein profitorientiertes Geschäftsmodell unseriöser Anbieter („Predatory Publishers“) von Konferenzen und Fachzeitschriften („Predatory Journals“).
Unter dem Vorwand des Open-Access-Gedankens werden die WissenschaftlerInnen mit aggressiver Werbung und vermeintlich professionellem Auftreten zur Veröffentlichung von Beiträgen gegen Zahlung einer Publikationsgebühr geworben.
Die Nutzung derartiger Publikationsmöglichkeiten ist problematisch, weil beispielsweise kein Qualitätssicherungsprozess (Peer Review) durchgeführt wird oder es findet keine redaktionelle Bearbeitung des Artikels statt, die bei qualitätsgesicherten Fachzeitschriften in Hinblick auf die Sicherung wissenschaftlicher Standards und Qualität zu erwarten wären.
Checkliste für seriöse Open-Access-Zeitschriften
- die Zeitschrift ist im Directory of Open Access Journals (DOAJ) gelistet
- der Verlag ist Mitglied in der Open Access Scholarly Publishers Association (OASPA) oder beim Committee on Publication Ethics (COPE)
- die Zeitschrift wird in relevanten Datenbanken wie Web of Science oder Scopus ausgewertet
- eindeutige Identifizierung durch ISSN
- transparentes Qualitätssicherungsverfahren
- transparente Publikationskosten und Autorenrechte
- der Verlag lässt sich eindeutig identifizieren und kontaktieren
- Sie kennen die Mitglieder des Editorial Board (allerdings geben viele Predatory Journals auch namhafte WissenschaftlerInnen an, die davon gar nichts wissen)
Weitere Checklisten zum Erkennen von Pedatory Journals
- Kriterien der Initiative Think!Check!Submit!
- Fact Sheet des Science Media Centers Germany.
Literatur: Rücknagel, Jessika, & Wenninger, Agnieszka. (2020, December). Qualität von OA-Zeitschriften – wo publizieren und wo lieber nicht?. Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.4309385