Forschungsdatenmanagement
Forschungsdaten
Forschungsdaten (FD) sind Daten, die im Rahmen wissenschaftlicher Forschung entstehen, erhoben, entwickelt oder ausgewertet werden. Eine umfassende Definition liefert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in ihren "Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten":
Zu Forschungsdaten zählen u.a. Messdaten, Laborwerte, audiovisuelle Informationen, Texte, Surveydaten, Objekte aus Sammlungen oder Proben, die in der wissenschaftlichen Arbeit entstehen, entwickelt oder ausgewertet werden. Methodische Testverfahren, wie Fragebögen, Software und Simulationen können ebenfalls zentrale Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung darstellen und sollten daher ebenfalls unter den Begriff Forschungsdaten gefasst werden.
Umgang mit Forschungsdaten an der THB
An der THB gibt die "Satzung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis an der Technischen Hochschule Brandenburg" (verabschiedet am 09.10.2024) Hilfestellungen zu Einzelbereichen des FDMs (Dokumentation, Zugangs- und Nutzungsrechte, "FAIRE" Publikation von Forschungsdaten).
Die gemeinsame Forschungsdatenstrategie für das Land Brandenburg wurde am 18. Juli durch das MWFK (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg) und die BLHP (Brandenburgische Landeskonferenz der Hochschulpräsident*innen) verabschiedet. Die Strategie unterstützt das Ziel, ein institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdatemanagement (FDM) an den brandenburgischen Hochschulen zu etablieren.
Eine wichtige Orientierung für die Aufbereitung und Veröffentlichung von Forschungsdaten bieten die FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable).
Forschungsdatenmanagement
Forschungsdatenmanagement (FDM) bezeichnet den systematischen Umgang mit Forschungsdaten über den gesamten Projektverlauf hinweg. Ein bewährtes Hilfsmittel stellt der sogenannte Datenlebenszyklus dar, der die Stationen und entsprechende Aktivitäten aufzeigt: die Planung des Forschungsvorhabens, Erhebung, Aufbereitung, Speicherung, Publikation und Archivierung der Daten. Ziel ist es, die eigenen Forschungsddaten im Sinne von Open Science auch über das Projektende hinaus auffindbar, zugänglich, überprüfbar und nachnutzbar zu machen.
Forschungsdaten veröffentlichen und archivieren
Vor der Veröffentlichung von Forschungsdaten steht die Auswahl eines fachspezifischen Repositoriums. Eine internationale Übersicht bietet beispielsweise der Dienst "Registry of Research Data Repositories": re3data.org
Sollte kein geeignetes fachspezifisches Repositorium zur Verfügung stehen, empfehlen wir die fachübergreifende Alternative RADAR-BB, das Forschenden aller brandenburgischen Hochschulen zur Verfügung steht.
